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Künzell, 29. März bis 2. April 2026

Innere Entwicklung für äußeren Wandel

Im Frühjahr 2026 findet wieder unser fünftägiges AVE-Retreat für Menschen im pädagogischen Kontext, diesmal in der Nähe von Fulda, statt. In dieser Zeit des Rückzuges nähren wir unsere Selbstfürsorge, unsere achtsame Präsenz und eine Haltung des Wohlwollens. Inspiration und Leitung von Helga Luger-Schreiner und Nils Altner.

Eine fünftägige Fortbildung für Menschen, die mit Menschen arbeiten

Das AVE-Retreat richtet sich an Menschen in Bildungskontexten, die ihre berufliche Praxis mit Achtsamkeit, innerer Freundlichkeit und mehr Gelassenheit leben wollen.

In einer Zeit wachsender Anforderungen und hoher Belastung in pädagogischen Arbeitsfeldern bietet dieses Retreat einen Raum für Erholung und professionelles Lernen. Dabei steht bewusste Hinwendung zu sich selbst, zu den eigenen Ressourcen und zu einem beruflichen Selbstverständnis, das auf Präsenz, Beziehung, Mitgefühl und Handlungskompetenz aufbaut, im Fokus.

Termine

Beginn: Sonntag, 29. März 2026 (ab 18:00 Uhr)

Ende: Donnerstag, 02. April 2026 (12:30 Uhr)

Lernziele und Inhalte

Achtsamkeitsbasierte Ressourcenstärkung

Wir richten unser Üben und unsere gemeinsame Zeit auf folgende Themen aus:

  • Selbstfürsorge und Achtsamkeit als berufliche Ressourc
  • Selbstmitgefühl und Emotionsregulation im Umgang mit Herausforderungen
  • Verkörperte Präsenz als Grundlage für authentische Bildungsbeziehungen
  • Achtsame Kommunikation und Beziehungsfähigkeit im Schul- und Sozialraum
  • Kreative Reflexionsprozesse zur Förderung persönlicher und pädagogischer Entwicklung

Diese Kompetenzen sind zentral für gelingende, gesunde Beziehungen in pädagogischen Arbeitsfeldern – und tragen dazu bei, eigene Grenzen zu achten und das berufliche Handeln wertebasiert und resilient zu gestalten.

Methodik und Wissenschaftliche Fundierung

Im Mittelpunkt der Fortbildung steht das Kultivieren achtsamer Selbstfürsorge, Mitgefühl und einer praxisnahen Haltung des Wohlwollens. Durch stille und bewegte Meditationen, Körperübungen, Naturerfahrungen sowie kreative Gestaltungsprozesse wird ein Erfahrungsraum eröffnet, der zur vertieften Begegnung mit sich selbst einlädt. Neurowissenschaftliche Impulse unterstützen das Verständnis der zugrunde liegenden Prozesse und fördern die bewusste Integration der Praxis in den Alltag.

Die vertiefte Achtsamkeits- und Selbstmitgefühlspraxis stärkt nachweislich jene neurophysiologischen Strukturen, die empathisches, humorvolles und verantwortungsvolles Handeln ermöglichen. So entstehen Bildungsprozesse der Persönlichkeit, die zentrale Kompetenzen fördern – insbesondere im Sinne des OECD-Lernkompasses 2030, der unter dem Begriff Agency Gestaltungskraft, Reflexionsfähigkeit und Werthandeln als Schlüsselkompetenzen benennt.

Angelehnt an die Theorie U (Scharmer) führt das Retreat durch achtsame Kommunikation und kreative Reflexion in eine Phase heilsamer Stille. Der letzte Abschnitt legt den Fokus auf einen sanften Transfer in den beruflichen Alltag, mit Anregungen zur Umsetzung einer achtsamen, demokratischen und nachhaltigen Bildungspraxis.

Weitere Informationen

Transfer in den pädagogischen Alltag
Im letzten Teil der Fortbildung wird der Fokus auf den Transfer in den beruflichen Alltag gelegt.

Darüber hinaus entsteht im Retreat eine lebendige Gemeinschaft von Bildungsakteur*innen, die einander inspirieren und unterstützen. Diese kollegiale Vernetzung ist ein weiterer, tragender Bestandteil der Fortbildung.

Anrechenbarkeit und Qualifizierungsbezug
Die Teilnahme an diesem fünftägigen Retreat ist anrechenbar für weiterführende Ausbildungen, etwa im Bereich Mindful Self-Compassion (MSC) oder MBSR-Lehrgänge.

Dozent*innen

Mag. Helga Luger-Schreiner ist Metta-Meditationsleiterin und zertifizierte MSC-Lehrerin, sie hat den Hochschullehrgang „Achtsamkeit in Bildung, Beratung und Gesundheitswesen“ für die KPH Wien mitentwickelt und ist dort Dozentin. An der Universität Wien konzipiert und leitet sie das „Projekt Achtsame Schule PAS“. Spielerisch wagen, präverbale Erfahrung wertschätzen und begreifen, sich öffnen für das, was ist und das, was entstehen möchte, verbinden ihre Kreativität, ihre Projekte, ihr Leben und ihre Meditationspraxis.

Nils Altner, Prof. Dr., war 1998 der erste deutschsprachige MBSR Kursleiter und ist seit 2004 an der Ausbildung von MBSR-KursleiterInnen in acht Ländern beteiligt. Er unterrichtet, forscht und schreibt zu Achtsamkeit, Demokratie und Nachhaltigkeit in der Bildung und der Mind-Body Medizin. An der Alice Salomon Hochschule Berlin vertritt er das Lehrgebiet „professionelle Selbstfürsorge“.

Veranstaltungsort

Tagungshaus Wiesenhaus im Loheland (Nähe Fulda)

Anmeldung

Anmeldefrist: bis 1. März 2026

Buchung und Informationen: Ausschreibung AVE 

Kontakt zu AVE: info [at] ave-institut.de (per Email)  oder Tel.: 0176 83140757

Teilnahmegebühr

450€ Seminargebühr zzgl. Unterkunft und Verpflegung