Zürich, 28. – 29. Mai 2022

Von Grundschulen über MBSR-Kurse bis hin zu psychotherapeutischen Praxen – Achtsamkeitsmeditation hat sich in vielen Bereichen der Gesellschaft etabliert. Gleichzeitig ist Trauma eine Tatsache in unserem Leben: Fast jeder Mensch ist irgendwann einmal mit einem traumatischen Ereignis konfrontiert – und einige entwickeln posttraumatischen Stress. Das bedeutet, dass es überall dort, wo Achtsamkeit praktiziert wird, jemanden geben wird, der oder die mit Trauma zu kämpfen hat.

Trauma ist eine extreme Form von Stress und Achtsamkeit ein bewährtes Werkzeug zur Stressreduzierung und so scheint Achtsamkeit eine gute Sache zu sein. Dennoch ist die Realität komplexer und herausfordernder.

Neuere Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Achtsamkeitsinterventionen Menschen, die unter traumatischen Erlebnissen leiden, entweder helfen oder sie einschränken können. Das wirft eine entscheidende Frage für Achtsamkeitslehrende überall auf der Welt auf: Wie können sie die potenziellen Gefahren von Achtsamkeit für Menschen mit Trauma-Erfahrungen minimieren und zugleich ihre immensen Vorteile nutzen?

Der Trauma-Spezialist David Treleaven stellt Ihnen in dieser Fortbildung Werkzeuge vor, die Sie brauchen, um Achtsamkeit auf sichere, wirksame und traumasensitive Weise zu vermitteln. 

Unabhängig von der Lehrerfahrung werden alle, die kontemplative Praktiken anbieten, von diesem Seminar profitieren, einschliesslich TherapeutInnen, Coaches und Achtsamkeits-, Meditations-, Schul-, Yoga- oder ReligionslehrerInnen.

Die Kurssprache ist Englisch mit konsekutiver Übersetzung ins Deutsche.
 

Lernziele

In Vorträgen, Fallstudien und Übungen vermittelt David Treleaven den Teilnehmenden:

  • Ein Verständnis, warum Meditation Fehlsteuerungen (Dysregulation) bei Menschen auslösen kann, die ein Trauma erlebt haben, und spezifische Wege, wie Sie dies verhindern können 

  • Die Fähigkeit, Symptome von traumatischem Stress zu erkennen, während Sie achtsamkeitsbasierten Maßnahmen anbieten 

  • Informationen über aktuelle empirische Forschungen zu Achtsamkeit und Trauma, einschließlich Maßnahmen, deren Wirkung wissenschaftlich nachgewiesen ist und die Sie sofort in Ihrer Arbeit anwenden können 

  • Werkzeuge und Modifikationen, die Ihnen helfen, geschickt mit fehlgesteuerter Erregung, traumatischen Rückblenden und traumatischer Dissoziation zu arbeiten 

  • Ein Verständnis der Beziehung zwischen individuellen und systemischen Formen von Traumata, einschließlich der Verantwortung, sich über Macht, Unterdrückung und sozialen Kontext zu informieren. 
     
Kurszeiten

Samstag, 28. Mai 2022 
10:00 – 17:00 Uhr

Sonntag, 29. Mai 2022
10:00 – 17:00 Uhr
 

Referent

David Treleaven, PhD, ist Autor, Pädagoge und Traumaexperte und arbeitet an der Schnittstelle von Achtsamkeit und Trauma. Er ist Autor des Buches "Trauma-Sensitive Achtsamkeit" (erschienen im Arbor Verlag)und Gründer der Trauma-Sensitive Mindfulness (TSM) Community - einer Gruppe von Fachleuten, die sich dafür einsetzen, durch achtsamkeitsbasierte Methoden, Interventionen und Programme einen Standard für die Pflege zu setzen.

 

Veranstaltungsort

Volkshaus
Stauffacherstrasse 60
8004 Zürich
SCHWEIZ
 

Teilnahmegebühr

540 CHF
 

Anmeldung und weitere Informationen

Diese Veranstaltung wird nicht von Arbor-Seminare organisiert und kann darum auch nicht über uns gebucht werden. 

Bitte wenden Sie sich an den Veranstalter, das Center for Mindfulness in Zürich