James Baraz & Michele Lilyanna

Glück und Freude kultivieren

James Baraz & Michele Lilyanna: Glück und Freude kultivieren

Unsere Freude steht in direkter Verbindung mit der Gesundheit des Planeten.  Wenn wir auf einer persönlichen Ebene bewusst Freude kultivieren, profitieren davon alle in unserer Umgebung. Die Welle setzt sich fort und führt zu mehr Bewusstheit und Wohlbefinden auf unserem Planeten. Unsere globale Familie verbindet und vernetzt sich immer stärker: Jede kleine Entscheidung, die wir treffen, hinterlässt einen Eindruck und zeigt Wirkungen in der Welt. 

Menschen, die Kinder großziehen oder betreuen haben, einen der wichtigsten Jobs der Welt. Fragen Sie Eltern, Angehörige, Betreuer/innen, Berater/innen oder Lehrer/innen, was sie sich am meisten für die ihnen anvertrauten Kinder wünschen, und Sie werden meistens „Glück“ zur Antwort bekommen. Natürlich werden auch Dinge wie Gesundheit, Wohlstand, Erfolg und eine ganze Reihe anderer Wünsche erwähnt, aber wir haben die Erfahrung gemacht, dass Glück an erster Stelle steht und am häufigsten genannt wird. Für viele scheint Glück so etwas wie ein unerreichbarer Traum zu sein, etwas, das schwer zu fassen ist und nur einigen wenigen zuteilwird, wenn alle Sterne gut stehen. 

 

Erhöhte Achtsamkeit ist ein Schlüsselaspekt

Veränderungen sind in unserem Leben unvermeidlich, ebenso wie Freude und Leid und all die Höhen und Tiefen, die das menschliche Dasein mit sich bringt. Aber die Fertigkeiten, die es braucht, um ein glückliches Leben zu führen, können vermittelt, eingeübt und praktiziert werden. So entstehen neue neuronale Verknüpfungen im Gehirn. Wir können also das Gehirn und unser emotionales Erleben neu „verdrahten“ und auf das Glücklichsein ausrichten. Und indem wir das zusammen mit unseren Kindern tun, können diese mehr Resilienz angesichts einer sich ständig verändernden Welt entwickeln. 

Das Greater Good Science Center der University of California veröffentlichte hochaktuelle Studien über menschliches Wohlbefinden. Seine umfangreichen Forschungsarbeiten weisen darauf hin, dass erhöhte Achtsamkeit – ein Schlüsselaspekt beim Wecken von Freude – sich positiv auf alle Bereiche unseres Lebens auswirkt, einschließlich Intelligenz, Energieniveau, Kreativität, Produktivität und Resilienz, während depressive Tendenzen und Ängste abnehmen. Darüber hinaus haben Studien gezeigt, dass ein stärkeres Glücksempfinden den Blutdruck senkt, das Immunsystem stärkt, chronische Schmerzzustände lindert, Stress- und Krankheitssymptomen entgegenwirkt und lebensverlängernd wirkt. All diese Forschungsergebnisse bestätigen etwas, dem wohl jeder von uns zustimmen kann: Wir fühlen uns gut, wenn wir glücklich sind.

 

Glücklichsein in den Mittelpunkt des Lebens rücken

Manche Leute haben ein echtes Problem damit, sich vorzustellen, ihr eigenes Wohlbefinden in den Mittelpunkt ihres Lebens zu rücken. Tatsache ist aber: Wenn Sie glücklich sind, profitieren alle in Ihrem Umfeld. Sie sind dann geduldiger, verständnisvoller und es macht anderen einfach mehr Spaß, mit Ihnen zusammen zu sein – und Sie geben ein ausgezeichnetes Vorbild für Ihre Kinder ab.

Eine Intention zu setzen bedeutet nicht, sich zu wünschen oder zu hoffen, etwas Bestimmtes möge geschehen. Sie richten sich geistig einfach auf eine bestimmte Vision aus. Und dann fassen Sie mit ganzem Herzen den Entschluss, zu tun, was in Ihrer Macht steht, um sie zu verwirklichen – in diesem Fall, dem natürlichen Impuls des Herzens zu folgen, mehr Wohlbefinden Realität werden zu lassen. Je klarer Ihr Entschluss und der Ihres Kindes ist, sich für Freude (oder Glück oder Wohlbefinden) zu öffnen, desto kraftvoller wird Ihre Vision.

Eine Intention ist etwas anderes als ein Ziel oder eine Erwartung. Wenn Sie eine Intention setzen, lassen Sie Zeitpläne los (oder „innere Zeugnisse“, die dokumentieren, ob Sie erfolgreich waren oder versagt haben).

 

Probieren Sie folgende Übung 

  • Stellen Sie sich vor, wie es aussehen oder sich anfühlen würde, wenn Sie Ihr Wohlbefinden in den Mittelpunkt Ihres Lebens rückten. Lassen Sie die Vorstellung zu, wie Ihr Leben sein würde, wenn Sie in den kommenden sechs Monaten innerlich mit dieser Absicht in Kontakt blieben. Wie wäre es in zwei oder drei Jahren, wenn Sie diese Haltung weiterhin kultivierten?
  • Falls sich das für Sie so anhört, als würden Sie sich damit etwas Gutes tun, dann beschließen Sie jetzt, in diesem Moment, Ihren Teil dazu beizutragen, um es zu verwirklichen, und lassen Sie sich dabei vom Leben unterstützen.
  • Nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit, um Ihre Absicht in Worte zu fassen. Schreiben Sie sie auf, und schauen Sie Ihre Notiz regelmäßig an, um sich daran zu erinnern, was Sie erschaffen wollen.
  • Achten Sie darauf, ob Widerstände auftauchen. Wenn ja, verurteilen Sie sich nicht dafür. Es hilft Ihnen einfach, sich alter Denkmuster, die echtem Wohlbefinden im Wege stehen, bewusst zu werden. Denken Sie daran, dass alle in Ihrem Umfeld profitieren, wenn Sie sich für mehr Wohlbefinden öffnen.
  • Ihre Absicht kann sogar über Ihr eigenes Glück hinausgehen. Wenn Sie Ihre Intention ausweiten, sodass auch andere von Ihrem Wohlbefinden profitieren, sind Sie noch motivierter. Denken Sie beispielsweise daran, wie gut es Ihren Kindern oder anderen geliebten Menschen tun wird, wenn Sie mehr Liebe und Freundlichkeit in Ihr eigenes Leben bringen.
  • Falls sich das für Sie wie eine gute Idee anhört, dann nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um Ihre Intention, glücklich zu sein, mit der Vorstellung in Einklang zu bringen, anderen etwas Gutes zu tun. Je weitreichender Ihre Vision vom Glück ist, desto größer ist das „Glückspotenzial“.

 

Dieser Artikel stammt aus dem Buch Awakening Joy für Kinder von James Baraz & Michele Lilyanna. Wir danken dem Arbor Verlag für die Abdruckgenehmigung. 

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